Deutsch

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Aufgaben und Ziele:

„Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt!“

Dieses Zitat aus Ludwig Wittgensteins Frühphilosophie weist darauf hin, dass ein differenziertes Sprachvermögen den gedanklichen Zugang zur Welt sowie den Ausdruck des eigenen Erlebens erst ermöglicht. Hieraus ergibt sich die Verpflichtung eines systematischen und fördernden Deutschunterrichtes, der Schülerinnen und Schüler dazu verhilft, sich in einer komplexen globalen Wirklichkeit zu orientieren. Dabei ist vor allem ein kritischer Umgang mit Sprache, Literatur und Medien ausdrückliches Ziel der fachlichen Arbeit am Leonardo-da-Vinci-Gymnasium

Gleichsam ergibt sich hieraus für jeden Lerneden das Ziel einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung, die die Gestaltung und Reflexion der Vielfältigkeit von Kultur, Medien und der Lebenswelt umfasst und soziale Verantwortung in einer demokratischen Gesellschaft mit einschließt.

 

In Absprache mit der Lehrerkonferenz sowie unter Berücksichtigung des Schulprogramms hat die Fachkonferenz Deutsch die folgenden fachmethodischen und fachdidaktischen Grundsätze beschlossen.

Überfachliche Grundsätze:

Die Schülerinnen und Schüler werden in dem Prozess unterstützt, selbstständige, eigenverantwortliche, selbstbewusste, sozial kompetente und engagierte Persönlichkeiten zu werden. Im Diskurs über in Texten dargestellte Konflikte werden eigene Handlungsmöglichkeiten und die Verantwortung in einer globalen, interkulturellen Welt reflektiert. Der Unterricht nimmt insbesondere in der Erprobungsstufe (Klassen 5 und 6) sowie in der am Beginn der Oberstufe (Einführungsphase/ Jahrgang 10 bzw. Jahrgang 11 nach G9) Rücksicht auf die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler. Damit soll gewährleistet werden, dass alle Schülerinnen und Schüler auf einem einheitlichen Niveau an den folgenden Lernprozessen teilnehmen können.

Dabei ist die Unterrichtsgestaltung kompetenzorientiert angelegt und vermittelt einen kompetenten Umgang mit Medien. Der Unterricht fördert das selbstständige Lernen und Finden individueller Lösungswege sowie die Kooperationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler. Diese werden in die Unterrichtsgestaltung einbezogen und an evaluativen Prozessen beteiligt. Ebenso erhalten sie im Sinne der transparenten Leistungsbewertung regelmäßige, kriterienorientierte Rückmeldungen zu ihren Leistungen. In verschiedenen Unterrichtsvorhaben werden fächerübergreifende Aspekte berücksichtigt, damit auch durch die Vernetzung mit gesellschafts- und naturwissenschaftlichen Feldern zur Vorbereitung auf Ausbildung, Studium, Arbeit und Beruf beigetragen wird.

 

Fachliche Grundsätze:

Der Deutschunterricht fördert die Entwicklung notwendiger Schlüsselqualifikationen, insbesondere die Lesekompetenz sowie Kompetenzen in den Bereichen der mündlichen und schriftlichen Sprachverwendung. Im Sinne einer Berücksichtigung des Schreibens als Prozess soll zur Vorbereitung auf komplexere Schreibaufgaben die Entwicklung von Teilkompetenzen in Lernarrangements berücksichtigt werden. Die vier Kompetenzbereiche des Deutschunterrichts „Sprechen“, Zuhören“, „Schreiben“, „Lesen“ und „Reflektieren und Beurteilen“ werden gemäß der curricularen Vorgaben des Landes NRW gestärkt und im Rahmen der Inhaltsfelder Sprache, Texte, Kommunikation und Medien vermittelt.

Im Sinne eines modernen, schülerorientierten und individualisierenden Deutschunterrichtes werden verschiedenste kommunikative und mediale Kontexte gestaltet, um die Schülerinnen und Schüler zu einem reflektierenden Umgang mit Sprache zu erziehen. Der Deutschunterricht nutzt dabei auch die Mehrsprachigkeit der Schülerinnen und Schüler sowie deren Wissen über muttersprachliche Literatur und Kultur zur Erweiterung der interkulturellen Kompetenz. Der Deutschunterricht fördert die Lesefreude – auch im Hinblick auf anspruchsvolle Texte – sowie die Bereitschaft, aktiv am kulturellen Leben teilzuhaben. Demgemäß gehen ethisch-moralische und gesellschaftspolitische Fragestellungen über die Arbeit mit literarischen Werken als zentraler Aspekt in den Deutschunterricht ein. Beispielsweise durch die Integration gestalterischer Prozesse in die Unterrichtsvorhaben wird eine Fremdheitserfahrung der Lernenden ermöglicht und gleichzeitig wiederum das kreative Potenzial entsprechend einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung genutzt und gefördert.