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Das Fach Praktische Philosophie am Leonardo-da-Vinci-Gymnasium

 

Warum gibt es überhaupt dieses Fach Praktische Philosophie?

Es ist, um es kurz zu sagen, eine Reaktion auf unsere immer schwieriger, komplizierter und komplexer werdende Welt. Diese Welt bereitet uns einerseits Schwierigkeiten, weil sie uns vor immer neue Situationen stellt. Sie gibt uns aber andererseits auch einen völlig neuen Spielraum für unser eigenes, ganz persönliches oder individuelles Handeln.

Damit wir uns in dieser Welt nicht verirren, brauchen wir Übersicht. Nur wenn wir die Übersicht nicht verlieren, können wir uns erfolgreich in der Welt orientieren.

Dazu will das Fach Praktische Philosophie einen Beitrag leisten, indem es neue und vertiefende Einblicke in Grundfragen unseres Lebens auf dieser Welt gibt.

 

Und was bedeutet die Eule?

Die Eule galt im antiken Griechenland, wo sich die Philosophie vor etwa 2500 Jahren entwickelte, als Symbol der Weisheit. Sie war auch das Zeichen der Göttin Athene, der Schutzgöttin der griechischen Stadt Athen.

Und das Wort „Philosophie“ wiederum ist zusammengesetzt aus den beiden griechischen Worten „philein“ (etwas lieben, nach etwas streben) und sophia“ (Weisheit). So heißt Philosophie also „nach Weisheit streben“ oder auch einfach: „Liebe zur Weisheit“.

Daher kann also die Eule auch als unser Symbol im Fach Praktische Philosophie gelten.

Das Fach Praktische Philosophie geht dem Philosophieunterricht der Oberstufe voraus. Es orientiert sich im Ausgang stärker an den praktischen, alltäglichen Fragen der Schülerinnen und Schüler.

Ziele

Das Ziel des Unterrichts ist es, den Jugendlichen Möglichkeiten zu erschließen, die Wirklichkeit in ihren vielfältigen Dimensionen genauer wahrzunehmen und zu beurteilen. Sie sollen überlegte Urteile fällen und ein wachsames und kritisches Bewusstsein entwickeln. Und sie sollen vor allem auch die eigenen Vorurteile und Sichtweisen selbstkritisch hinterfragen.

Dies soll ihnen Toleranz im Miteinander, eine sinnvolle Lebensführung und ein selbstverantwortliches Handeln in einer demokratischen Gesellschaft ermöglichen.

Curriculum

Der Inhalt des Faches orientiert sich an sieben zentralen Problemfeldern des Lebens, die auch als sogenannte Fragenkreise bezeichnet werden.

 

– Die Frage nach dem Selbst

– Die Frage nach dem Anderen

– Die Frage nach dem guten Handeln

– Die Frage nach Natur, Kultur und Technik

– Die Frage nach Recht, Staat und Wirtschaft

– Die Frage nach Wahrheit, Wirklichkeit und Medien

– Die Frage nach Ursprung, Zukunft und Sinn

 

Die Unterrichtskonzepte sind in der 5. und 6. bzw. in der 7. und 8. Klasse jeweils für Jahrgangsdoppelstufen konzipiert, in der 9. Jahrgangsstufe als Einzeljahrgang.

Die Fragenkreise werden so jeweils in den Doppeljahrgangsstufen mindestens einmal behandelt. Dabei bauen die Konzepte vertiefend aufeinander auf.

 

Die Fachlehrer bemühen sich dabei sehr, auf die Interessen der jeweiligen Lerngruppe einzugehen.

Welche Methoden werden angewendet?

Die angewendeten Methoden sind vielfältig. Sie zielen darauf ab, die Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Zugangswegen (das ist übrigens die wörtliche Übersetzung des griechischen Wortes „methodos“) zur Einsicht vertraut zu machen und die jeweiligen Vorteile situationsangemessen verwenden zu können. 

 

Zu den Methoden gehören vor allem die folgenden:

 

– philosophische Texte analysieren

– mit Bildern philosophieren

– einen Diskurs führen

– über in Dilemma nachdenken

– ein Streitgespräch führen

– das (stumme) Schreibgespräch

– das Gedankenexperiment

– Rollenspiel trainieren

– ein (literarisches oder religiöses) Gleichnis deuten